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DIE LINKE. Teltow-Fläming

Mahnung und Verpflichtung – Zum Tod von Noël Martin

Am 16. Juni 1996 wurde Noël Martin Opfer eines rassistischen Anschlags in Mahlow. Er gehörte zu den etwa 80.000 Montage- und Bauarbeitern aus Großbritannien und Irland, die zu diesem Zeitpunkt in Deutschland arbeiteten. Er war von zwei 17 und 24 Jahre alten Männern aus der rechtsradikalen Szene mit einem Auto verfolgt worden. Nach einem Steinwurf aus dem Fenster des vorbeifahrenden Fahrzeuges prallte sein eigener Wagen gegen einen Baum. Seitdem war Noël Martin vom Kopf abwärts querschnittgelähmt. Noël Martin ist am 14. Juli 2020 verstorben.

Dieser Tod macht betroffen und zornig. Unser Mitgefühl ist bei seiner Familie und seinen Freunden. Noël Martin könnte noch leben. Es waren Brandenburger Rechtsradikale, die den damals 37-Jährigen zum Krüppel machten. In ihrem Hass auf Ausländer schleuderten zwei Neonazis einen sechs Kilo schweren Stein gegen das Auto des farbigen Bauarbeiters aus Großbritannien. Seitdem saß er im Rollstuhl und war auf fremde Hilfe angewiesen.

Dieser Tod zeigt, dass Rassismus schon immer zu Taten führte und am Ende Leben kostet. So war es und so wird es sein, wenn wir nicht gegen halten. Bis heute ist die Gefahr, ein solches schlimmes Schicksal zu erleiden, nicht gebannt. Morddrohungen gegenüber Andersfarbigen und Andersdenkenden erleben wir fortwährend. Inzwischen ist es sogar möglich, dass die Spur in einen hessischen Polizeicomputer führt. Der Tod von Noël Martin muss für alle Mahnung und Verpflichtung sein!