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Rosa Loy

Internationaler Frauentag 08.03.2019 beim Ortsverband der Linken Blankenfelde-Mahlow

Ich war zum ersten Mal bei eurer Veranstaltung und kann nur sagen, Danke – für den anregenden und frauenbewegten Nachmittag.
Ich war angenehm überrascht, wie viele Frauen und auch einige Männer da waren, und darüber, dass ich gleich ins Gespräch mit den anderen Frauen gekommen bin. Das musikalische, kulturelle Rahmenprogramm – Auftritt zweier Schülerinnen der Regenbogen-Musikschule Blankenfelde, des Blankenfelder Doppelquartetts „Acht im Einklang“  und dem Vortrag des Gedichts „Osterspaziergang“ hatten Niveau und für jede, für jeden im Raum war etwas nach ihrem, seinem Geschmack dabei. Auch meine Enkelin (4 Jahre) hat aufmerksam zugehört und mitgeklatscht.
Aber es gab nicht nur Unterhaltung, Kaffee und Kuchen, sondern auch interessante  Gespräche. Ich habe von anderen Frauen an meinem Tisch erfahren, wie sie den Frauentag in der Vorwendezeit gefeiert haben. Ich kenne den Frauentag nur in der westdeutschen Variante der Frauenbewegung.  
Der Frauentag hat eine über 100jährige Geschichte – was auch Roland Scharp (Vorsitzender Ortsverband) in seiner Begrüßung betont hat. Auch hat er deutlich gemacht, dass vor 100 Jahren Frauen das Frauenwahlrecht erkämpft haben.
Für uns und insbesondere für junge Frauen ist es heute eine Selbstverständlichkeit, dass  Frauen wählen und politische Ämter übernehmen können. Unvorstellbar, dass dies einmal anderes war. Unvorstellbar auch, dass es Zeiten gab, in denen Frauen um den Zugang zur Bildung kämpfen mussten, und dass es Zeiten gab, in denen Frauen nur mit Erlaubnis ihres Mannes arbeiten gehen durften.  
Ja, in den letzten 100 Jahren haben wir Frauen viel erreicht. Aber trotz aller Erfolge muss frau feststellen, dass es auch heute noch nicht in allen Lebensbereichen die tatsächliche Gleichberechtigung von Frau und Mann ( Grundgesetz Art. 3 Abs. 2) gibt. Zum Beispiel
-    Werden Frauen im Durchschnitt noch immer geringer bezahlt als Männer und arbeiten überwiegend in schlechter bezahlten Berufen
-    Beträgt die Rentenlücke zwischen Frau und Mann ca. 50 % - Altersarmut ist weiblich.
-    Ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, von Beruf und Pflege von Angehörigen immer noch überwiegend das Problem der Frauen
-    Ist der Frauenanteil in Führungspositionen der Wirtschaft verschwindend gering.
-    Entspricht der Anteil der Frauen in der Politik nicht dem Anteil in der Gesellschaft.
Es gibt also noch viel zu tun! Deshalb ist es sehr wichtig, dass wir uns an den kommenden Wahlen – Europawahl, Kommunalwahlen im Mai und Bürgermeister*innenwahlen im Herbst 2019 – beteiligen.
Und es ist sehr wichtig, dass wir Frauen uns selbst aktiv in die Politik einmischen, uns für politische Ämter zur Verfügung stellen.  So wie Anke Scholz (Fraktionsvorsitzende), die als Kandidatin  für das Bürgermeister*innenamt antritt.
Das ist gut so, denn eine Bürgermeisterin wäre auch ein deutliches Zeichen dafür,
dass jeder Tag ein Frauentag ist.

Mit solidarischen Grüßen
Rosa Loy