Die Zukunft ist ein Kontinuum ...
... von Möglichkeiten. Dies war ein Credo der Diskussion mit Bundestagskandidatin Anke Domscheit-Berg zur "Zukunft der Arbeit in den Zeiten der digitalen Revolution" mit gut 40 interessierten Forumsgästen (unter denen erfreulicherweise auch einige Jüngere waren).
Nach einer anregenden Einführung durch Anke, in der 3-D-Drucker für Prothesen, Häuser und viel, viel Anderes in kleinen Geschichten und in großen Zusammenhängen eine wesentliche Rolle spielten, wurden in einer lebhaften Diskussion durchaus kontroverse Meinungen geäußert - von Befürchtungen und Ängsten bis hin zu Freude auf die kommenden Entwicklungen.
Und diese Meinungen waren nicht nur abhängig vom Lebensalter der Dispuntanten.
Sehr schön, daß wir auch unseren Wahlkreiskandidaten Carsten Preuß (sein Motto: BESSER statt mehr!) begrüßen konnten. Für ihn fast ein Heimspiel, steuerte er aus seiner eher sozial-ökologisch orientierten Sicht wesentliche Aspekte bei:
Nachhaltigkeit, Erhalt der Biodiversität und Ressourcenschonung bei ausgeprägter sozialer Gerechtigkeit.
Dies und die Unabwendbarkeit der Produktivkraftentwicklung zusammenzubringen (die Zeit der Maschinenstürmer ist schließlich vorbei!), war die intellektuelle Herausforderung des Abends: Welchen Punkt in dem Zukunftskontinuum wir erreichen werden, ob es künftig eher sonnenhell wie in Nossows "Nimmerklug in Sonnenstadt" zugeht oder beängstigend wie in Orwells "1984", hängt wesentlich davon ab, wie die Weichen jetzt gestellt werden. Ob wir, unsere Kinder und Enkelkinder mehr und mehr von Routinearbeiten befreit werden, Zeit und Kraft für menschliches Miteinander und sozial orientierte Arbeiten in Bildung, Pflege oder Kultur, aber beispielsweise auch in Materialkunde für energie- und ressourcensparende automatisierte Produktionen haben oder künftig noch stärker ausgenutzt und eventuell unserer digitalen Identitäten beraubt werden oder noch raffinierteren automatischen Waffensystemen ausgesetzt sind, darum geht der Kampf - bereits jetzt.
Selbstverständlich blieb auch die Verteilungsfrage nicht außen vor, und diesbezüglich plädierte Anke uneingeschränkt für ein bedingungsloses Grundeinkommen. Dessen Bedingungslosigkeit fand nicht nur Zustimmung, sondern wurde auch kritisch hinterfragt, aber Anke konnte einige der populären Gegenargumente sachkundig entkräften. Die Diskussion dazu wird nahtlos weitergehen - müssen, denn sie steht unmittelbar auf der gesellschaftlichen Agenda!
Für die angesprochene Weichenstellung wollen wir Anke im Bundestag sehen - gemeinsam mit Carsten und Norbert (Wahlkreis 61) und vielen anderen LINKEN aus dem gesamten Bundesgebiet! (Gregor Gysi kann man - und frau - beispielsweise nur in Berlin-Treptow-Köpenick direkt - also nur mit der Erst- und nicht über die Zweistimme - wählen. Hat die eine oder der andere dort nicht noch zwischen Gar-Nicht und Nicht-DIE-LINKE-Wählen schwankende Bekannte oder Verwandte? Wäre dies nicht eines überzeugenden Gesprächs noch in diesen Tagen wert?) Dafür kämpfen wir LINKE aus Blankenfelde-Mahlow und Umgebung gemeinsam mit unseren FreundInnen und SympathisantInnen bis zur letzten Stunde des kommenden Samstag.
Und für alle humanistisch Gesinnten, dem entfesselten Finanzkapitalismus Entgegenstehenden und nationalistisch-rückwärtsgewandten sogenannten "Alternativen für ..." (was auch immer) Abholden sollte es am 24.September heißen: Beide Stimmen für die LINKE!
